Kontaktabende des Club´82

Dialog

Ein Dialog und eine Fragestellung, die fast jedes Mal aufkommt, wenn wir neue Mitglieder zu unserem „Babbelabend“ einladen. Deshalb sei hier einmal ausführlich darüber „gebabbelt“, was es mit dem ominösen Begriff Babbelabend auf sich hat.

Der Duden meint dazu: bab|beln, ich babb[e]le und „babbeln“ komme von „wenn Kleinkinder noch unverständlich, einzelne Laute, Silben sprechen, also bevor sie richtig sprechen können; oder von andauernd reden, von schwatzen; sich unterhalten … Wir hier in der Gegend „babbeln“, wenn wir uns donnerstags gemütlich zu einem „Schwätzchen“ mit den Club‘82-Mitgliedern treffen. (Meistens, wie uns der Schnabel gewachsen ist).

Nun ja, eigentlich heißt der ja Kontaktabend, „der „Babbelabend“, aber wir wollen ja babbele und nicht kontakten. Wir kennen uns doch alle, es sei denn es kommt ein neues Mitglied, so wie du dazu und „schlupp di wupp“, wie wir so schön sagen, bist du in unsere Gemeinschaft integriert. Wir „Babbele“ über alles, tauschen neueste Nachrichten aus (ein bisschen Tratsch und Klatsch natürlich auch!); Tipps und Ratschläge werden weitergegeben; was ist wo passiert; wie geht es unseren kranken Clubmitgliedern; an wen könnte ich mich wenden, wenn ich ein bestimmtes Problem habe. Unser Vorsitzender Engelbert ist auch immer da und informiert uns über die aktuellen Begebenheiten, gibt die neuesten Termine raus, beantwortet anstehende Fragen und steht, wenn möglich, immer mit Rat und Tat zur Seite. Wer etwas wissen möchte kann fragen, es wird diskutiert und meist hat dann einer eine passende Lösung. Oder jemand hat eine neue behindertengerechte „Location“ entdeckt, ein neues Ausflugsziel aufgetan und vieles mehr …

Gebabbelt wird genug, zwischendurch gibt es auch etwas zu Essen und vor allem zu Trinken, weil von dem vielen „Gebabbel“ gibt es schon einmal einen ganz trockenen Hals. Fleißige Helferinnen und Helfer versorgen uns mit dieser Stärkung bestens. Ab und zu gibt es einen Themenabend. Referenten informieren über bestimmte Heilverfahren, in Vorträgen erfahren wir spannendes über heimische Heilkräuter, oder es steht ein Diaabend über interessante Reisen an. Auch eine Klangschalenmeditation wurde schon vorgestellt und natürlich auch ausprobiert, Lesungen heimischer Autoren und
Dichter abgehalten. Auch Beratungen über das richtige Ausfüllen von Anträgen oder Verfügungen (z.B. Patienten- oder Vorsorgeverfügung) fanden schon statt. Oftmals wird auch gesungen oder kleine Geschichten, Anekdoten oder Gedichte vorgelesen, aber hauptsächlich wird gebabbelt.

Am lustigsten geht es auf unserem Faschingsabend zu. Flotte Musik und Auftritte, bunte Kostüme, Büttenreden und ein sehr leckeres Büffet (ausgerichtet von unserer Musikgruppe „Freudentöne“) sind ein Garant für einen gelungenen Abend.
Ideen und Anregungen für die Gestaltung unserer „Babbelabende“ sind auch immer erwünscht und werden aufgegriffen.

So, jetzt weißt du Bescheid, ich habe erst einmal genug gebabbelt oder?
Jetzt bist du dran, trau dich und komm einfach zu unserem nächsten „Babbelabend“!

Inge Neumann